Über 100 Jahre Tradition

Im Jahr 1897 wurde die Tiengener Surianergemeinde gegründet. Das genaue Geburtsdatum ist heute nicht mehr bekannt, jedoch ist das älteste Dokument vom 25. August 1897 datiert. An jenem Tag, so gegen 20.30 Uhr, soll eine ganze Anzahl unverheirateter Tiengener Bürger die Satzung für den 'Stromerclub Mahentsia' verabschiedet haben. Der Club, eine Art Junggesellen- oder Burschenschaft, bildete die Keimzelle der Surianer Gemeinde, die am 11.11.1997 ihr 100 jähriges Bestehen feierte.

'Mahentsia', das bedeutete soviel wie, ,Wir haben es ja'. So waren es denn auch durchweg Angehörige des Mittelstands, die sich zum Zwecke der Geselligkeit und der Pflege des fasnächtlichen Brauchtums zusammengeschlossen hatten. Oder wie es die Satzung formulierte: 'Nur solche, die sich durch solides Leben den Himmel verdienen wollen'.

Ab 1901 nannte man sich dann Surianer Gemeinde. Trotz eines umfangreichen Archivs - insgesamt werden 20 pralle Aktenordner mit unzähligen Dokumenten und Fotos gepflegt - sind Herkunft und Bedeutung des neuen Vereinsnamens heute ungeklärt. Wie dem auch sei, schon 1902 erschien die erste Narrenzeitung. Und 1907 feierte man den ersten Surianerball, der als gesellschaftliches Ereignis rasch am ganzen Hochrhein Bedeutung erlangte und jahrzehntelang als gesellschaftlicher Höhepunkt galt. Man konzentriert sich heute ganz auf die Fasnacht und der Organisation hochkarätiger Jazzkonzerte im Schlosshof.